9/8/12

November-December 2012: A conference in Vienna on new directions in Neo-Kantianism research

Desiderata Neukantianismus-Forschung III
Wissenschaftsphilosophie im Neukantianismus
Ansätze – Kontroversen – Wirkungen

Wien, Do. 29. November 2012 – Sa. 01. Dezember 2012

Themenbeschreibung:
Dies ist die dritte von insgesamt vier Tagungen zu Desiderata der Neukantianismus-Forschung, die in Zusammenarbeit zwischen Christian Krijnen, Tomasz Kubalica, Andrzej J. Noras, Marc de Launay, Kurt Walter Zeidler, Massimo Ferrari und Pierfranscesco Fiorato in den Jahren 2011 bis 2013 in Ustroń, Paris, Wien und Turin stattgefunden haben bzw. noch geplant sind.

Die Tagung Wissenschaftsphilosophie im Neukantianismus nimmt sich eines Kernthemas des neukantianischen Philosophierens an, für das der Neukantianismus von seinen Anfängen bis heute ebenso sehr gerühmt wie gescholten wird. Die Philosophie der Wissenschaften hat, ausgehend von der Kantrezeption und der Abgrenzung vom spekulativen Idealismus sowie vom zeitgenössischen Empirismus und Materialismus bis hin zur systematischen Auseinandersetzung mit der logizistischen und empiristischen Wissenschaftstheorie im 20. Jahrhundert, das Profil und Selbstverständnis des Neukantianismus maßgeblich geprägt. Die Orientierung am ‚Faktum der Wissenschaft‘ hat nicht nur die Marburger Schule und ihr spezifisches Verständnis der ‚transzendentalen Methode‘ als Grundlegung der exakten Wissenschaften (Mathematik und Physik), sondern das Selbstverständnis aller Richtungen des Neukantianismus bestimmt: sie diente entscheidend der akademischen Profilierung des Neukantianismus als ‚wissenschaftliche Philosophie‘, da sie erlaubte, alle anderen Wissenschaften – und in weiterer Folge auch alle sonstigen ‚Fakta‘ der Kultur – als genuine Themen der Philosophie zu reklamieren.

9/7/12

Dieter Adelmann on the "Unity of the Cultural Consciousness"

When I wrote my dissertation and later the book on Cohen's idea of atonement, my understanding of Cohen's systematic philosophy was guided by the approach Dieter Adelmann had taken in 1967 when he wrote his dissertation on Cohen in Heidelberg under the guidance of Dieter Henrich. The problem with this classic among modern studies on Cohen was that it had remained unpublished. Thanks to Görge Hasselhoff and Beate Ulrike La Sala, this has changed now. Dieter Adelmann, Einheit des Bewusstseins als Grundproblem der Philosophie Hermann Cohens. Vorbereitende Untersuchung für eine historischverifizierende Konfrontation der Fundamentalontologie Martin Heideggers mit Hermann Cohens „System der Philosophie“ Aus dem Nachlass herausgegeben, ergänzt und mit einem einleitenden Vorwort versehen von Görge K. Hasselhoff und Beate Ulrike La Sala, is now available online from Universitätsverlag Potsdam and can be downloaded HERE.

4/14/12

Call for Papers: Russian-German Perspectives on Dialogue

Call for Papers

Dialog - диалог – dialogue. Der Dialog in russisch-deutscher Perspektive.
Humboldt-Universität zu Berlin, 19.-21. Oktober 2012

Dieser Aufruf richtet sich an Studierende der Geistes- und Kulturwissenschaften, die Interesse an russischer und deutscher Philosophie haben, vor allem aber am kommunikativen wissenschaftlichen Austausch!
Die Konferenz wird unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Volker Gerhardt von einer Gruppe Promovierender an der Humboldt-Universität zu Berlin organisiert. Mit der Konferenz möchten wir einen Raum bieten, die Theoriebildungen rund um den Dialog in der russischen und deutschen Tradition nachzuvollziehen, zu problematisieren und – vor allem – zu diskutieren. Auf welche Weise wird der Dialog als Thema behandelt? Welche Dialoge entfalteten sich zwischen den beiden Kulturkreisen? Welche Rolle spielen das jeweilige Wissenschaftsverständnis und die literarische Form der Philosophie?

Abstracts können bis 4. Mai 2012 eingereicht werden. Vorschläge für Themenfelder sowie weitere Informationen: http://www2.hu-berlin.de/rdpk/

3/14/12

Symposium in memoriam of Prof. Francesca Y. Albertini (1974-2011)

A Symposium in memoriam of Prof. Francesca Y. Albertini will take place on May, 25, 2012 (9.30 AM-7.30 PM) in Rome, Italy, at the Department of Philosophy, University La Sapienza, Via Carlo Fea 2.
The subject will be: "Exodus 3:14. Interpretations in German-Jewish Thought".
To this subject Prof. Albertini devoted her first research in the field of Jewish philosophy and history of ideas.
Prof. Bernhard Casper, Prof. Giuseppe Veltri, Prof. Angelo Bolaffi will take part.

Colleagues and friends who are interested in participation are kindly invited to contact Prof. Irene Kajon for further information (irene.kajon@uniroma1.it).

2/3/12

About the latest issue of "Neukantianismus-Forschung Aktuell"

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neukantianismus-Interessenten, 
 
soeben wurde die  neueste Ausgabe der "Neukantianismus-Forschung Aktuell" ins Netz gestellt, abrufbar über https://sites.google.com/site/neukantianismusforschung/home oder http://neukantianismusforschung.googlepages.com/home. Sie werden sehen, daß sie erneut aufwarten kann mit einer erstaunlichen Anzahl von Forschungsaktivitäten, nicht nur was Publikationen, sondern auch was Tagungen und Tagungsankündigungen betrifft. Gerne hebe ich dieses Mal den von Arnauld Dewalque erstellten bibliographischen Bericht über die frühe Rezeption von Heinrich Rickerts Geschichtsphilosophie sowie die Meldungen von Ana Thereza Dürmaier über Neukantianismus-Forschung im südamerikanischen Raum besonders hervor.
Der Herausgeber lädt Sie freilich wie immer herzlich dazu ein, ihn mit veröffentlichungsrelevanten Informationen zu versorgen (vgl. die www.adresse)!
 
Mit freundlichen Grüßen,
 
Ihr
Christian Krijnen

Der Begriff der Geschichte im Marburger und südwestdeutschen Neukantianismus und seine Aktualität

TAGUNG
Der Begriff der Geschichte im Marburger und südwestdeutschen Neukantianismus und seine Aktualität
 
22.-24. März 2012
École normale supérieure, 45 rue d’Ulm, 75005 PARIS – Salle des Actes
 
Donnerstag, 22.03.12
13.30                     Empfang
13.45-14.45        Werner Flach (Würzburg): Philosophie der Geschichte und Philosophie der Historie. Heinrich Rickerts differenzierte Kulturwissenschaftskonzeption
14.45-15.45        Oliver Scholz (Münster) Individuelle Wirklichkeit und die Formen der Abstraktion: Zur frühen Debatte über Heinrich Rickerts Logik der historischen Begriffsbildung
15.45-16.15        Kaffeepause
16.15-17.15        Arnauld Dewalque (Liège): Rickerts Theorie der Geschichtswissenschaft: Argumente pro und contra
17.15-18.15        Aviezer Tucker (Texas – Austin): The Historical and Theoretical Sciences. The contemporary relevance of Southwestern Neo-Kantianism
18.15-19.15        Vladimir Belov (Saratov): Der Begriff der Geschichte im russischen Neukantianismus. Ein Vergleich zwischen Cohen, Kahan und Gordon
 
Freitag, 23.03.12
9.00-10.00           Christian Krijnen (Tilburg/Amsterdam): Geschichtsphilosophie bei Kant, im Neukantianismus und im gegenwärtigen Kantianismus
10.00-11.00        Marion Heinz (Siegen): Reinhold als Quelle südwestdeutscher Geschichts- und Kulturphilosophie?
11.00-11.30        Kaffeepause
11.30-12.30        Jean-Marc Tétaz (EHESS): Die Dilthey-Kritik Heinrich Rickerts: Transzendentale Wende zwischen Anthropologie und Hermeneutik
Mittagspause
14.00-15.00        Eric Dufour (Grenoble): Le concept d'histoire chez Natorp
14.00-15.30        Kaffeepause
15.30-16.30        Geert Edel (Wyk auf Föhr): Hermann Cohen: Philosophie der Philosophiegeschichte als methodisches Mittel der Entwicklung und Darstellung philosophischer Theorie. Ein Zirkel?
16.30-17.30        Kurt Walter Zeidler (Wien): Geschichte und System im Marburger Neukantianismus
17.30-18.30        Nina Dmitrieva (Moskau): Geschichts- und Gegenwartskonzepte im russischen Neukantianismus: Boldyrev, Gawronsky, Gordin, Lanz
 
Samstag, 24.03.12
09.00-10.00        Pierfrancesco Fiorato (Sassari): Hermann Cohen über "die Kontinuität der Motive in der Weltgeschichte"
10.00-11.00        Andrzej Noras (Katowice): Nicolai Hartmanns Metaphysik der Geschichte und der Neukantianismus
11.00-11.30        Kaffeepause
11.30-12.30        Fabien Capelleires (Caen): German philosophy of history in late XIX century French neo-Kantianism
 
Die Tagung wird veranstaltet durch Marc de Launay (Paris) und Christian Krijnen (Tilburg/Amsterdam) und finanziert durch das „Archives Husserl de Paris“ und die „Netherlands Organisation for Scientfic Research“ (NWO). Sie ist öffentlich zugänglich; Anmeldung ist nicht erforderlich.

10/27/11

Myriam Bienenstock, Cohen face à Rosenzweig

Review by Chiara Adorisio


Myriam Bienenstock, Cohen face à Rosenzweig: Débat sur la pensée allemande. Paris: Vrin, 2009. 250 pp.
In her book, “Cohen face à Rosenzweig: Débat sur la pensée allemande”, Myriam Bienenstock analyzes and compares the works of Hermann Cohen and his disciple, Franz Rosenzweig, with particular emphasis on the ways in which these two German-Jewish philosophers sought to appropriate the theories of German idealism. 
Since a real debate between the two philosophers never took place, Bienenstockʼs book aims to create a sort of virtual debate between them. The first chapter contains biographical references necessary to understanding the relationship between Cohen and Rosenzweig and their common interest in German idealistic philosophy. In the central chapters, Bienenstock (the author) reconstructs Cohenʼs and Rosenzweigʼs approach to aesthetics (chapters II and III), ethics (chapters IV and V) and the philosophy of history (chapters VI and VII). The eighth and final chapter deals with the way in which Cohen and Rosenzweig influenced Emmanuel Levinasʼs and Martin Buberʼs interpretations of German idealism. Thus, Bienenstock discusses both Cohenʼs and Rosenzweigʼs original (re-)interpretations of German idealism and the impact of their ideas on their most important successors. 
Throughout her book, Bienenstock argues that Cohenʼs and Rosenzweigʼs debt to German idealism has too often been neglected, while their debt to their Jewish sources has often been interpreted in a monolithic way. She succeeds in showing that Cohen and Rosenzweig are, in fact, as much indebted to German idealism as they are to their Jewish sources. Bienenstock, furthermore, rediscovers and reconsiders their fundamental contribution to the interpretation of German idealistic thought: beyond serving as key instruments for its understanding, their works can also be considered as original re-interpretations of German thought in general, which had such a considerable impact on the development of modern philosophy – in particular in the fields of ethics and esthetics. 

10/1/11

Unità della ragione e modi dell’esperienza. A review

Unità della ragione e modi dell’esperienza. Herman Cohen e il Neokantismo. Atti del Convegno internazionale di studi [Salerno 21-22-23 maggio 2007]
Unity of reason and modes of experience. Hermann Cohen and Neokantianism. Acts of the International Study Conference, Salerno, 21st-23rd May 2007.
Edited by Gian Paolo Cammarota. Published by Rubbettino. Collection Università degli Studi di Salerno-Collana Scientifica (254 pages, 2009, 23 €)
[Editor’s note: The following review, prepared by Mr. Leoni, introduces a recent collection of essays related to Hermann Cohen and neo-Kantianism that emerged from a conference held at Salerno/Italy, in 2007. We plan to introduce such publications to the American reader on a regular basis, but book notes, such as the following, cannot replace critical discussion. We hope that some of our readers and colleagues will contribute critical book reviews to this web-publication in the future. If interested, please contact mzank@bu.edu.]
This volume, dedicated to the President of the Hermann Cohen Gesellschaft, Prof. Helmut Holzhey, collects papers presented at a 2007 conference held in Salerno, Italy.
The book (like the conference) is divided in four sections, containing between three and five  papers each, of which we will give a detailed summary later. Most sections are thematically coherent, except the first section, which gives the impression of having collated every subject that did not fit neatly into any of the other sections.
Half of the featured articles are in German, the other half is in Italian. The very first paper, by Helmut Holzhey, is an Italian translation prepared by the volume editor from the German, and there is another chapter that constitutes a translation from German to Italian. No reason is given why these chapters are given in translation. The volume includes a second paper by Professor Holzhey, this one in German. Language confusion between German and Italian also seeped into some of the articles, where the same books, sections, and chapters are sometimes referred to in Italian and sometimes in German. There is a German Bible quotation in an Italian paper, whereas quotations of Hermann Cohen’s works are usually translated. These editorial flaws do not affect the quality of the papers.